Mein High School Life

Es ist kaum zu glauben, aber wir haben schon Mai und das bedeutet, dass mein Auslandsjahr bald vorbei ist. In den vergangenen zehn Monaten habe ich unglaublich viel erlebt, neue Erfahrungen gesammelt und viele unvergessliche Erinnerungen geschaffen. Ein großer Teil dieser Erinnerungen ist mit meiner Schule verbunden, denn dort habe ich nicht nur viel gelernt, sondern auch viele besondere Momente erlebt.

Eines meiner ersten Highlights während meiner Schulzeit hier waren die sogenannten Pep Rallyes vor den Football-Spielen. Immer wenn unsere Schule ein Heimspiel hatte, fand an dem Tag eine Pep Rallye statt, um den Schulgeist und die Vorfreude auf das Spiel zu stärken. Die Cheerleader führten ihre Choreografien auf, es wurde laute Musik gespielt und verschiedene Spiele gespielt, bei denen jeder mitmachen konnten.

Neben den Pep Rallyes gab es auch viele spannende Ausflüge. Fast jedes Fach und jeder Club hat mindestens einen Ausflug organisiert, wodurch der Schulalltag sehr abwechslungsreich wurde. Mit dem FFA Club habe ich beispielsweise ein College besucht, um mehr über Studienmöglichkeiten zu erfahren. Im Sportunterricht haben wir Ultimate Frisbee und Pickleball ausprobiert, beides habe ich vorher noch nie gespielt. Im Fach Accounting haben wir eine Bank besucht und dort an einem kleinen Workshop teilgenommen. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir auch ein Ausflug mit dem Club Students Against Destructive Decisions. In der Weihnachtszeit sind wir nach Pittsburgh gefahren, haben dort ein Musical besucht und anschließend gemeinsam die Stadt erkundet und sind shoppen gegangen.

Natürlich darf auch der berühmte gelbe Schulbus nicht fehlen, wenn ich an meine Zeit hier zurückdenke. Obwohl die Sitze nicht besonders bequem waren und die Fahrten manchmal ziemlich holprig sein konnten, gehörte der Schulbus für mich einfach zur amerikanischen High-School-Erfahrung dazu. Jedes Mal, wenn ich eingestiegen bin, hatte ich das Gefühl, selbst Teil eines High-School-Films zu sein.
Ein weiterer wichtiger Teil meines Auslandsjahres war der Sport. Während meiner Zeit hier habe ich Volleyball und Softball gespielt. Rückblickend kann ich jedem Austauschschüler nur empfehlen, einem Sportteam oder Club beizutreten. Dort lernt man unglaublich schnell neue Leute kennen. Zwar waren die täglichen Trainingseinheiten nach der Schule manchmal anstrengend, aber der Spaß, die Teamgemeinschaft und die gemeinsamen Erlebnisse haben jede Anstrengung wert gemacht.

Zu den absoluten Höhepunkten meines Schuljahres gehörten natürlich Homecoming und Prom. Mein Homecoming war eher klein und fand in unserer Cafeteria statt, trotzdem hatten wir einen großartigen Abend und sehr viel Spaß. Der Prom war dagegen etwas größer organisiert. Der Grand March fand in unserer Aula statt, bei dem wir paarweise über die Bühne liefen und unsere Kleider präsentierten. Die Bühne war wunderschön dekoriert. Anschließend fuhren wir zu einer anderen Location, wo ein großer Saal exklusiv für uns vorbereitet war. Dort gab es ein Buffet, einen DJ und eine große Tanzfläche. Es war ein Abend, den ich sicherlich nie vergessen werde.

Generell waren die vielen Aktivitäten, die man als Senior erleben darf, etwas ganz Besonderes. Dazu gehörten der Senior Skip Day, der Senior Prank, das Senior Banquet und natürlich die Graduation. Für unseren Senior Prank haben wir unseren Eingangsbereich in eine „Müllhochzeit“ verwandelt. Wir haben uns alle als amerikanische Rednecks verkleidet, spielten Musik und führten eine Hochzeitszeremonie durch. Es war wirklich lustig und wir hatten ein großes Publikum aus Schülern und Lehrern.

Ein weiteres schönes Erlebnis war der Senior Banquet, bei dem wir gemeinsam auf unsere Schulzeit zurückblicken konnten. Dort wurde ein Viedeo abgespielt, Auszeichnungen vergeben und viele Fotos gemacht. Solche Veranstaltungen haben mir noch einmal gezeigt, wie eng die Gemeinschaft an meiner Schule ist. Meine Graduation hatte ich erst gestern. Es war ein wunderschönes, aber gleichzeitig auch sehr emotionales Erlebnis. Einerseits war ich stolz darauf, diesen wichtigen Meilenstein erreicht zu haben. Andererseits wurde mir dabei bewusst, dass mein Auslandsjahr nun tatsächlich fast vorbei ist. Als wir unsere Abschlusszeugnisse erhalten haben und gemeinsam unsere Hüte in die Luft geworfen haben, wurde mir klar, wie schnell die Zeit vergangen ist.

Wenn ich auf die letzten zehn Monate zurückblicke, bin ich unglaublich dankbar für all die Erfahrungen, die ich machen durfte. Ich habe viele neue Freundschaften geschlossen, viel über die amerikanische Kultur gelernt und Erinnerungen geschaffen, die mich mein Leben lang begleiten werden. Die Zeit hier war etwas ganz Besonderes, und auch wenn ich mich darauf freue, meine Familie und Freunde in Deutschland wiederzusehen, wird mir der Abschied nicht leichtfallen. Deshalb werde ich meine letzten Tage hier noch einmal in vollen Zügen genießen und möglichst viel Zeit mit meinen Freunden und meiner Gastfamilie verbringen.